Interreligiöses Fastenbrechen in Göttingen

Das traditionelle interreligiöse Fastenbrechen in Göttingen hat am Montagabend, 24. März, in der Ditib Gemeinde in Göttingen stattgefunden. An der Veranstaltung nahmen erneut neben politischen Vertretern wie Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt oder die Landtagsabgeordnete Carina Hermann auch mehrere kirchliche Vertreter teil.

So war von der jüdischen Gemeinde Jacqueline Jürgenliemk anwesend. Von der katholischen Kirche waren unter anderem Dechant Wigbert Schwarze, Pfarrer Hans Haase und der 2, Vorsitzende des Dekanatspastoralrates Thomas Matusche der Einladung gefolgt. Zudem nahm Corinna Morys-Wortmann als ACK-Vorsitzende teil.

Der Sprecher des Vorstandes der Göttinger DITIB-Moschee Ali Serkan Şahbaz begrüßte die Gäste herzlich zum gemeinsamen Fastenbrechen, das nach 18.45 Uhr begangen werden konnte. Er erinnerte daran, dass der Ramadan, der in diesem Jahr am 28. Februar begonnen hat und am Sonntag, 30. März, endet, eine Zeit der Besinnung sei. Außerdem sprach er darüber, wie wichtig ein respektvoller Umgang miteinander sei. Auch Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt betonte in ihrem Grußwort diese Wichtigkeit. „Jüdisches und islamisches Leben gehören zu Göttingen“, sagte sie. Um dieses zu zeigen, seien gemeinsame Aktionen wie das interreligiöse Fastenbrechen ein gutes Zeichen.

Carina Hermann erinnerte daran, dass der Ramadan und die christliche Fastenzeit in diesem Jahr teilweise zusammenfallen. Auch sie betonte die Bedeutung von Dialog und Zusammenhalt für ein gutes Miteinander. Dem schloss sich Jacqueline Jürgenliemk an: „Der Dialog zwischen den Religionen muss weitergehen und darf nicht abreißen“.

Dechant Wigbert Schwarze zeigte sich dankbar, für die vor ihm gehaltenen Reden. Und fasste sich daher kurz und sagte: „Seien wir Menschen zueinander“. Und Corinna Morys-Wortmann betonte, dass die ACK Vielfalt nicht nur mit den christlichen Religionen, sondern mit allen Religionen in Göttingen lebe.

Nach dem gemeinsamen Fastenbrechen gab es noch die Gelegenheit zur Besichtigung der Moschee sowie zu einem anschließenden Beisammensein bei Tee und türkischen Süßigkeiten.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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